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Public Art Policies
Kulturrisse 0105





VorRisse
Therese Kaufmann
[lesen]
Eingeklemmt. Zwischen politischer Kunstöffentlichkeit und öffentlicher Kunstpolizei
Oliver Marchart
Betrachtet man Funktion und Rolle der Kulturinstitutionen aus gesellschaftsanalytischer Perspektive, wird man feststellen, dass sie sich mit der Opposition zu den Apparaten staatlicher Verwaltung wohl deshalb schwer tun, weil sie selbst Staatsapparate sind. [lesen]
Zwischen Aufbruch und Abbruch. Eine kurze Geschichte Hamburger Kunstprojekte im öffentlichen Raum
Rahel Puffert
Hamburg hat neben Bremen ein eigenes Budget für Kunstprojekte im öffentlichen Raum eingerichtet und genießt nach wie vor eine Vorreiterstellung im deutschsprachigen Raum. Dass KünstlerInnen sich unabhängig von der Kunst-am-Bau-Regelung Orte für ihre Projekte suchen können, ist nach wie vor eine Ausnahme. [lesen]
Arbeit am Acker
Anne Katrin Feßler
Wieder einmal wird das Feld für Kunst im öffentlichen Raum bestellt. Der neue Fonds in Wien vergibt 800.000 Euro, und schon lässt die Reaktion der Kunstöffentlichkeit nicht auf sich warten. Ein Blick auf das Urbarmachen urbaner Förderungen. [lesen]
Hundstrümmerl und Opferbild. Zur visuellen Repräsentation von (Gewalt gegen) Frauen im Wiener Stadtraum
Michaela Pöschl
Die Bezeichnung "Angsträume der Frauen" verortet "das Problem" eindeutig auf Seiten der Frauen. Sie haben ein Problem, sie brauchen Sicherheitsmaßnahmen und Frauenkunst, und der Staat eilt mit Sicherheitskonzepten zu Hilfe. Dabei wird mit der Frau als zu beschützendem Gut operiert und daraus moralische Handlungsfähigkeit abgeleitet. [lesen]
Supermarkt und Sonnenpyramide. "Kulturpolitik" in San Juán Teotihuacán, Mexiko
Jens Kastner
Als im Jahr 2002 in Oaxaca die Eröffnung einer Fastfood-Filiale von McDonald's verhindert werden konnte, kursierte ein Mobilisierungsplakat, das auf einer Fotomontage den charakteristischen gelben Doppelbogen des Fastfoodkonzerns auf den Ruinen von Monte Albán zeigte. Unter dem Bild stand zu lesen: "Die nächsten Filialen". Die Satire wurde von der Realität überholt. [lesen]
Mit Samt, Stein oder Blei
Boris Buden
katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel [lesen]
Schieß auf den Kuchen!
Hito Steyerl
katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel [lesen]
display your dissent! Der Kampf um die Bilder im Gedankenjahr 2005
Martin Wassermair
2005 dient Bundeskanzler Schüssel ganz wesentlich zum Machterhalt. Dass dies dem öffentlichen Interesse zuwider läuft, wird nicht vom ORF zu erfahren sein. Es wird daher bei der Entwicklung von Gegenstrategien an zentraler Stelle daran zu denken sein, sich der Produktion von Bildern selber anzunehmen. [lesen]
Fernsehen zum Auf- und Abdrehen
Barbara Eppensteiner
Im Herbst 2005 startet in Wien das erste ganz andere Fernsehen Österreichs. Interessierte aus allen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen werden die Berichterstattung über ihre eigenen Themen selbst in die Hand nehmen. [lesen]
Steirische Kulturpolitik im Zeichen des allseitigen Duckmäusertums
Jörg Vogeltanz
Die so genannte Freie Szene der Steiermark begnügte sich damit, Kulturpolitik zu betreiben, erschöpfte sich in kulturpersonellen Debatten und damit, sich öffentlichkeitswirksam zu entpolitisieren. [lesen]
Cultural Peacekeeping. Die neue Sicherheitskultur
Konrad Becker
Ausgelöst von einer Serie internationaler Sicherheitsbedrohungen treten wir in eine neue Ära globaler hegemonialer Instrumentalisierung von Kultur. Die reale Dominanz in der Informationssphäre bedarf einer Instrumentalisierung von Kultur, Kunst und Ideologie, um Kritik und Widerstände zu dämpfen. [lesen]
Freifach Musik
Rosa Reitsamer
Die Sprache, die für einen Dialog zwischen MigrantInnen und MehrheitsösterreicherInnen notwendig ist, kann nicht von der Tatsache absehen, dass durch den Multikulti-Wahnsinn World Music für den Westen zu einem gewinnträchtigen Marketingkonzept wurde. [lesen]
Euro-MayDay05 Wien: PrekarierInnen aller Länder...
Markus Griesser
Der MayDay soll ein grundsätzlich offener politischer Raum sein, in dem sich verschiedene Realitäten ausdrücken und kombinieren und in dem über die Prekarisierung der Lebensbedingungen als Artikulierungsachse der Kämpfe gearbeitet wird. [lesen]
Security, Veiligheit, Sicherheit
Elisabeth Mayerhofer, Paul Stepan
Der Kunstplatz Karlsplatz, an dem sich einige Zeit lang Hoffnungen auf eine Zone für kritischen Kultur- und Mediendiskurs festmachten, bekommt Kunstschanigärten und ein neues Lichtkonzept, damit seine Säuberung von jeglichem Wildwuchs als konzertierter Erfolg von Stadtgartenamt und Sicherheitspolizeigesetz angemessen sichtbar wird. [lesen]
Debord als Antideutscher. Eine Tagung zur Situationistischen Internationale in Wien
Jens Kastner
Anfang Februar 2005 fand in Wien ein Symposium zu "Guy Debord und die Situationistische Internationale" statt. Bereits der Eröffnungsvortrag gab die Richtung vor: Den Marxismus Debords als kritische Theorie der Gesellschaft nutzbar zu machen. [lesen]
Öffentliche Stimme im Zeichen des dekonstruktiven Subjekts. Ein Beitrag zu kulturellem Erbe und Österreich 2005
Sabine Kock
Innerhalb der frühen Frauenbewegung bildete das historisch nachholende Erobern eines öffentlichen Subjektstatus ein zentrales Anliegen der Autorschaft von Frauen und ihrer literarischen Konzeptionen. Literatur von engagierten Autorinnen wurde als wichtiges Medium im öffentlichen Selbstverständigungsprozess auch politisch aufgewertet. [lesen]
World-Information City. Die indische IT-Metropole Bangalore ist Schauplatz eines World-Information.Org-Projekts
Wolfgang Sützl
Bangaloring wurde zum Synonym für das Auslagern der low end-Tätigkeiten der Informationsgesellschaft. Wie kaum anderswo werden in Bangalore aber auch die Dysfunktionen einer vor-informationellen Kritik deutlich, treten die Synkretismen einer nach-ideologischen politischen Verfasstheit hervor. Die Garden City als Global City. [lesen]
Nach dem Nordatlantik. Für eine Euro-Mittelmeer-Union
Dieter Lesage
Die Vorstellung, dass Regionen eine Identität haben oder dass ein Territorium über eine wohldefinierte kulturelle Identität verfügen muss, ist ein sowohl auf innerstaatlicher als auch auf supranationaler regionaler Ebene weit verbreitetes, starres Denkmuster. Hier gilt es, auf die Ambiguität des politischen Konzepts der Region zu verweisen. [lesen]
Von Künstlern und Skifahrern: Der Skandal um Hirschhorns "Swiss-Swiss Democracy"
Felix Stalder
Anfang Dezember 2004 sorgte Thomas Hirschhorn, der Star der jungen Schweizer Kunstszene, für einen Skandal. Seine Ausstellung "Swiss-Swiss Democracy" zeigte Folterbilder aus dem irakischen Abu Ghraib Gefängnis mit Emblemen der Schweizer Gründungskantone und mit dem Slogan "I love democracy". Die Schweiz bewegte daraufhin die brisante politische Frage : Wo sind die Grenzen der direkten Demokratie? [lesen]
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