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Das Ende der Legislaturperiode
Kulturrisse 0403





VorRisse
Gerald Raunig
[lesen]
Fast 4 Jahre nach Februar 2000: Haider fast ohne Haider
Burghart Schmidt
Sicher, keine Entdemokratisierung in Tendenz zur radikalen Diktatur ist eingetreten, gewiss, aber eine Rücksichtslosigkeit des Machtfaktors in der Politik ohne alle Versuche des Einbeziehens von Mitsprache. Diskussion abgesagt oder nur zur Ablenkung bereitet, von Demokratie her allenfalls noch Mehrheitserwerb für Wahlen durch Marketingstrategien. [lesen]
Vision und Revision. Nachlese zur Demokratischen Offensive
Doron Rabinovici
Das Konstrukt des sogenannt echten Österreich ist ein Wolkenkuckucksheim, ein wackliges Geistergebäude in den Lüften, das auf nichts ruht außer auf der Ohnmacht, der Langmut, und dem Fleiß jener vielen, die hier zuhause, aber nicht daheim sein dürfen. [lesen]
gtawwpwp. Organisations- und Lernprozesse von gettoattack zur WienerWahlPartie zur WahlPartie
Oliver Marchart und Nora Sternfeld
Vier Jahre Schwarz-Blau haben nicht nur Spuren in der offiziellen Politik des Landes hinterlassen. Auch die außerparlamentarische Opposition verschiedenster Gruppen und Zusammenhänge hat sich verändert. [lesen]
Agieren nach dem Tod von Seibane Wague
Daniela Koweindl
In direkter Folge auf Seibane Wagues Tod haben Initiativen und AktivistInnen mit der Organisation von Nachtwachen vor dem von Brandanschlägen gefährdeten Afrikadorf, mit einem Präsentationsforum und mit Rücktrittsforderungen an den Innenminister reagiert. [lesen]
Bewegung gegen Institution. Die Kunst der Feindschaft zwischen der VolxTheaterKarawane und dem Festival der Regionen
Gerald Raunig
Kunstinstitutionen sind nach wie vor Freiräume für die professionelle Realisierung von radikaleren Projekten zwischen Kunst und Politik. Andererseits droht in der doppelten Verschärfung der Gangart der abbröckelnden Wohlfahrtsstaaten eine verstärkte Tendenz zur Vereinnahmung und Verwässerung. [lesen]
Zu offen, zu zu. Das Mediencamp als Wunsch-Container
Patricia Köstring
Sich an einer Gegenbewegung beteiligen zu wollen, heißt: Interessen mit anderen zu teilen und diese gemeinsam durchsetzen zu wollen. Bilder von Gegenbewegungen können somit vielleicht mitunter revolutionsromantisch verklärt sein. [lesen]
Diagonalen 04 - Reclaim the Trademarks. Von Aneignungsstrategien zwischen Filmkunst und Filmgunst
Gunnar Landsgesell
Die Geschichte der Diagonale ist eine Chronologie von Brüchen und Interventionen. Offenbart die Genese des Festival-Aufstandes nun mehr als den Widerstand gegen das "merkantile" Kulturverständnis eines Staatssekretärs? Oder entwickelt sich gar ein Konsens unter den Filmschaffenden, der auch auf Entscheidungen jenseits der Diagonale Wirkung haben kann? [lesen]
Immerwährender Kunststreik
Gerhard Pilgram
Kärnten ist ein Land verschärfter Gegensätze und Widersprüche. Manches verhält sich hier zu einander wie Pech und Schwefel, das sich woanders wohl verträgt. [lesen]
Die Finilisierung des Faschismus
Boris Buden
katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel [lesen]
Khomeinis Antirassismus
Hito Steyerl
katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel [lesen]
Die Morakisierung der Kulturpolitik
Juliane Alton
Das Phänomen ist nicht neu: wer behauptet, genau das Gegenteil zu tun, hat schon verloren. Denn: was wäre das Gegenteil einer Kulturpolitik, die keine ist? Deshalb lässt sich die Morakisierung der Kulturpolitik ebensogut als Mailathisierung beschreiben. Möglicherweise wird dann der Phänotypus sogar klarer. [lesen]
Rassismus duldet keine Gefälligkeiten und Kompromisse! Zum antirassistischen Positionspapier der IG Kultur Österreich
Rubia Salgado, Martin Wassermair
Die menschenverachtende Praxis eines in der Gesellschaft tief verwurzelten Rassismus bildet ein feindliches Umfeld, vor dem sich politische Kulturarbeit nicht verschließen kann. Aus diesem Grunde hat die IG Kultur Österreich ein antirassistisches Positions- und Strategiepapier erarbeitet. [lesen]
Aus gegebenem Anlass: Gegen das Verwaschen und Verschwimmen von Täter- und Opferperspektive
Peter Gstettner
Eine Gesellschaft, die mit ihren Ritualen zum Ausdruck bringt, dass sie in erster Linie der Führertreue und Pflichterfüllung von Wehrmachtssoldaten gedenkt, so eine Gesellschaft hat eine Entscheidung gefällt: die Entscheidung, nicht den Widerstand und die Freiheit, sondern die Anpassung und die Unfreiheit zum Erinnerungswert zu machen. [lesen]
Morak constrictor. Tödliche Umarmung als Kulturpolitik
Gabi Gerbasits
Ein Rückblick auf das Wirken und Schaffen von Kunststaatssekretär Franz Morak in den letzten drei Jahren bringt mehr Handlungsstruktur zu Tage, als er selbst öffentlich postuliert. [lesen]
Fusion als Strategie der Eliminierung? Zum kulturpolitischen Hintergrund der "Abwicklung" von ÖKS, KulturKontakt und Büro für Kulturvermittlung
Michael Wimmer
Das Ergebnis dieser Machtverschiebung soll - quasi naturgegeben im Kulturland Österreich - eine Erneuerung einer konservativen kulturellen Hegemonie in Form der Wiederauferstehung des seit den 70er Jahren eingemotteten Lodenmantels bringen, so das politische Kalkül. [lesen]
Kunst und Wirtschaft. Eine Farce in vier Semestern
Elisabeth Mayerhofer, Monika Mokre, Paul Stepan
Selbstverständlich sollen Subventionsstreichungen und -kürzungen nicht etwa den KünstlerInnen schaden oder sie gar politisch fügsam machen. Ganz im Gegenteil geht es nur darum, sie aus ihrer Abhängigkeit von Vater Staat zu befreien, auf dass sie sich als freie Entrepreneurs auf freien Märkten und weitgehend frei von finanziellen Mitteln frei bewegen können. [lesen]
Beantwortung der Frage: Sind Kulturpolitiken Teil von Demokratiepolitiken?
Stefan Nowotny
Europäische Kulturpolitiken - oder jedenfalls der Diskurs, in den sie eingebettet sind - erscheinen so in aller Klarheit als Teil einer Strategie des Regierens, ohne sich jedoch in überzeugender Weise als demokratisch zu erweisen. [lesen]
What's wrong with "cultural diversity"?
Therese Kaufmann
Auf EU-Ebene klafft eine bemerkenswerte Lücke zwischen dem, was im kulturellen Feld passiert und den vorhandenen kulturpolitischen Ansätzen. Kulturpolitik ist in der EU ein marginales Thema geblieben, die rechtlichen und administrativen Voraussetzungen gehen oft schlicht an der Realität vorbei. [lesen]
Das Problem des WSIS
Alan Toner
Die "Informationsgesellschaft" wurde von PolitikberaterInnen, Universitätsleuten und Gurus gleichermaßen in Umlauf gebracht. Sie schien für etwas Unvermeidliches zu stehen, für eine Folge der intensiven Mediatisierung in den vorhergehenden Jahre. Diese Rhetorik verstellte freilich den Blick auf die Welle expansionistischer IP-Gesetze, die mit der "Informatisierung" der Gesellschaft einherging. [lesen]
Von Alpha bis Omega. Lektüren von Ljubomir Bratic' "Antirassistische[n] Lektionen für KünstlerInnen"
Elisabeth Mayerhofer und Wolfgang Schneider
Aufgrund des "Gegengeschäfts" zwischen Kunst und Gesellschaft werden ersterer immer wieder bestimmte Funktionen zugeschrieben, wobei sich viele an dem Zauberwort der "Distanz" festmachen. Die wahre Autonomie der Kunst wird als Widerstand gegen hegemoniale Einstellungen gesehen. Leider ist dem nicht so. [lesen]
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