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Kunst und Gewalt
Kulturrisse 0402
VorRisse
Gerald Raunig [lesen]
Das Licht kommt von links. Zu den möglichen Beziehungen zwischen Kunst und Gewalt
Patricia Köstring Wendet sich die Kunst gegen die Gewalt, scheint alles klar: Kunst gegen Gewalt eint die Kunstrichtungen, eint auch Phänomene und Formen der Gewalt. Die Kunst tritt auf, verrichtet einen Dienst, ihren moralischen Auftrag, macht - als gestaltende bürgerliche Waffe - das Böse nieder. Oder zumindest darauf aufmerksam. Was folgt nach dem geordneten Stellung beziehen? [lesen]
Die Macht des Gewaltdiskurses
Dario Azzellini & Oliver Ressler In der hegemonialen Gewaltdebatte wird völlig ausgeklammert, dass umfassendere soziale Konflikte immer von gewaltsamen Auseinandersetzungen begleitet wurden und zu historischen Prozessen fast zwangsläufig dazu gehören. Die Gewaltfrage dient in erster Linie der Spaltung und somit Schwächung von sozialen Bewegungen. [lesen]
Kommunikationsguerilla. Transversalität im Alltag?
autonome a.f.r.i.k.a. gruppe Das Umfeld der globalen Proteste schafft einen eigenen sozialen Raum in Form einer aktivistischen Subkultur, die nationale Grenzen überschreitet und sich über vielfache digitale und leibliche Vernetzung konstituiert. Manchmal scheint es, als sei die Vernetzung selbst und die Beherrschung ihrer Werkzeuge (noch) das wichtigste Resultat dieser Bewegung. [lesen]
Eröffnungen eröffnen. Deutschbauer und Spring wiederholen sich.
Interview mit Gerald Raunig Servicekünstler Deutschbauer und Spring geben im Gespräch mit Gerald Raunig bereitwillig Auskunft über ihre diversen affirmativen Projekte in Wort, Schrift und Bild, betreiben Selbstexegese und Apologie, schließlich auch bezüglich ihrer Kollaboration mit Kurator-Kurator Franz Morak in dessen Reihe "Kunst gegen Gewalt". [lesen]
Die Faust im Nacken. Kulturpolitik als strukturelle Gewalt
Elisabeth Mayerhofer, Monika Mokre, Paul Stepan Zusammengefasst: die blauschwarze Kulturpolitik war Repression plus nichts. Dieses Ergebnis entspricht exakt dem, was sich von Anfang an erwarten ließ. Diese Regierung ist angetreten, um uns das kleinste aller Defizite zu ermöglichen, nämlich das 0-Defizit. Sie ist angetreten, um die Steuern und die Staatsausgaben zu senken, um im Interesse der Wirtschaft zu handeln. [lesen]
Die Wende verwinden
Jacques Le Rider Jetzt hat sich diese kleine Koalition wegen der übergroßen Destruktivität des Herrn Haider selbst zerstört. Nach ihrem Sturz sehen die großen politischen Scheusale immer wie lächerliche Vogelscheuchen aus. Hatte man 2000 die Gefahr übertrieben? Nein, ich glaube nicht. [lesen]
Franz Moraks Berlusconisierung der Kulturpolitik in Österreich
Martin Wassermair Europa hat sich spürbar gewandelt. Extrem rechtes Gedankengut macht immer mehr Schule und findet Eingang in die Kulturpolitik der Regierenden. Franz Morak zählt zu deren Pionieren, auch wenn er nur allzu gerne von sich behauptet, als Kabinettsmitglied in der Allianz mit der FPÖ für Kunst und Kultur bisher nur Gutes getan zu haben. [lesen]
Kärntner Verhältnisse. Kulturpolitischer Skandal größten Ausmaßes
Nužej Tolmajer Der Beschluss des Kärntner Landtags, fünf sogenannten Heimatverbänden eine jährliche Basisförderung aus dem Kulturbudget des Landes zu gewähren, ist ein Beleg für die Tendenziosität der Kärntner Kulturpolitik. Die politischen Aktivitäten dieser Organisationen haben mit Kultur nichts zu tun. [lesen]
McCarthyismus auf österreichisch. Der Realitätsverlust der ÖVP in der Euroteam-Affäre
Karl Parks FPÖ und mehr noch die ÖVP haben aktiv versucht, ihr nicht genehmes gesellschaftliches Engagement zu skandalisieren, aktive Menschen einzuschüchtern, zu diffamieren und letztlich auch - glücklicherweise ohne Erfolg - zu kriminalisieren. Der Euroteam-Untersuchungsausschuss ist Symbol für eine eigenartige Mischung aus Frauenfeindlichkeit, Hinterwäldlertum, Bösartigkeit, Hang zur Selbstinszenierung und Realitätsverlust. [lesen]
Die Forderungspakete der Wahlpartie
Die Wahlpartie ist keine Partei, keine Gruppe und kein Verein, sondern eine Kampagne anlässlich der Nationalratswahlen 2002. [lesen]
Hirschhorns Wurst
Michaela Pöschl Kritik heißt Kampf um die Vormachtstellung. Für die Vormachtstellung innerhalb des symbolischen Feldes wird mit den Waffen des Avantgarde-Künstlers gekämpft, der Wurst, die satt macht. Der Schweizer Künstler Thomas Hirschhorn hat für für die Documenta11 das Bataille-Monument konzipiert. Es besteht eine Parallele zur Strategie der historischen Avantgarde, sich durch das Benutzen ausgegrenzter, "armer" Gesellschaftsschichten in der Hierarchie kultureller Produktion als Künstler ganz oben zu platzieren. [lesen]
theater als handlungsraum
Claudia Bosse/theatercombinat das theatercombinat wurde ende 1996 in berlin gegründet. aus abscheu gegen die durch subventionsgeber und institutionen vorgegeben zeitökonomien, die die möglichen prozesse in ihren grenzen vorbestimmen. [lesen]
Das Dunkle Zeitalter - Neue Medien und die Krise der Demokratie
Konrad Becker Die Kontrolle der gesellschaftlich-technologischen Entwicklung liegt in den Händen technokratischer Eliten, schlecht informierter Bürokraten und obskurer, aber aggressiver Lobbyisten. Es erscheint daher notwendig, Rahmenbedingungen zur Sicherung des
digitalen öffentlichen Raum zu erkämpfen. [lesen]
Intervention zum Wahlrecht. Den allmänna Opinionen, Kulturhuset
Wolfgang Zinggl In demokratischen Staaten werden Regierungen nach dem Willen des Volkes gebildet. Als "Wille des
Volkes" gilt, wofür eine Mehrheit votiert. Drücken die Ergebnisse solcher Wahlen aber tatsächlich aus,
was sich die Menschen von der Politik ihres Landes erwarten, ist mit einem Kreuz "für" eine Partei
beispielsweise berücksichtigt, was sie nicht wollen? [lesen]
Vorliebnehmen mit Pragmatismus? Kultur in der Debatte über die Zukunft Europas
Therese Kaufmann Seit Bestehen der EU und mit einer gewissen Dynamisierung seit den frühen 90ern gibt es eine
kontinuierliche Entwicklung hin zu einer stärkeren Herausbildung Europäischer Kulturpolitiken. Es ist
wichtig, Position zu beziehen in Bezug auf die Entscheidungsprozesse, die bestimmen, welche Richtung
diese weitere Entwicklung nehmen wird. [lesen]
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