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Die intellektuelle Konterrevolution
Kulturrisse 0000
VorRisse
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Liessmania
Klaus Neundlinger Über das Gespräch, das Konrad Paul Liessmann und Peter Sloterdijk mit Wolfgang Schüssel im Juni während eines gemeinsamen Essens führten, ist mir nichts bekannt. Wohl aber nahm ich an einer Podiumsdiskussion Ende Juni teil, die von der Grünen Bildungswerkstatt veranstaltet wurde. Bei dieser Gelegenheit hörte ich Liessmann über Perspektiven des Widerstands gegen die neue Regierung sprechen. Wie kommt es, dass jemand, der in der österreichischen Öffentlichkeit eine bedeutende Position als Intellektueller einnimmt, mehr oder weniger gleichzeitig zu den Mächtigen und zur Opposition geht, um seine Statements abzugeben - ohne dabei jede Glaubwürdigkeit zu verlieren? [lesen]
Briefe
Gerhard Ruiss Nicht der neue Medienkonzentrationsschub mit der Einstellung von täglich Alles und der wirtschaftlichen Fusion der drei führenden österreichischen Wochenmagazine profil, Format und News beunruhigt, nicht der parteipolitische Zugriff auf die elektronischen Medien und vor allem auf den ORF erhitzt die Gemüter, nicht die nationalistischen Entwicklungen in Europa entsetzen, nicht die Verflechtungen zwischen der FPÖ und der Justiz machen Sorgen, sondern Briefe. [lesen]
Die kroatische Erfahrung. Zwei Illusionen über die Rolle der Intellektuellen in der Politik
Boris Buden Die politische Krankheit, an der Kroatien über zehn Jahre gelitten hat, wird üblicherweise als Nationalismus diagnostiziert. Genauso üblich ist es, die entscheidende Rolle beim Herausbilden dieser Ideologie und ihrer politischen Praxis den Intellektuellen zuzuschreiben. Kein Nationalismus ohne nationalistische Intellektuelle und keine nationalistischen Intellektuellen ohne eine traditionalistische, prämoderne, zivilisatorisch zurückgebliebene Kultur, so heißt die These. Der kroatischen Erfahrung nach ist sie in beiden Aspekten falsch. [lesen]
6 Tote, 144 Verletzte. Die bisherige Bilanz des freiheitlich-konservativen Kulturkampfes
Gabi Gerbasits [lesen]
Netzkultur unter Schwarz-Blau. Konvergenz zum Kommerz?
Paul Murschetz Die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit von alternativen Kultur- und Medieneinrichtungen ist in Österreich bedroht. Restriktive Förder- und wirtschaftliche Zensurpolitik nimmt an Umfang und Intensität zu. Für die Regierung sind innovative Kultur und Freie Medien gefährlich. Unter Schwarz-Blau geht es auch Initiativen der Netzkultur nicht besser, deren zentrale Funktion von strukturierter Aufbauarbeit und Zurverfügungstellung technischer Mittel (Public Access Internet Service Providing) über Sammlung und Vermittlung von Medienkompetenz bis zu explizit auf das kulturelle, soziale oder politische Feld ausgerichtete Handlungen mit und durch das Internet reicht. [lesen]
Was passiert? Die vergebenen Chancen des Wiener Museumsquartiers
Elisabeth Mayerhofer MQ - Hier passiert es. Soviel, dass es kaum möglich ist, einen Satz zu schreiben, der nicht gleich wieder veraltet ist: Kündigung von Depot und Public Netbase, Verleihung des Preises der Stadt Wien und Weitergabe des Prix Ars Electronica an Public Netbase, positive Ergebnisse von Wirtschaftsprüfungen, "Projektionen" für das Kunstpublikum etc. Und außen prangt eine beschauliche Kärnten-Werbung wie eine Vorankündigung des neuen Kunstverständnisses, das den Geist der sogenannten "DrittnutzerInnen" (Depot, Public Netbase, Springerin) ablösen wird. [lesen]
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