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28.12.2001 Minus 13% und noch viel mehr!
Der Kunstbericht 2000 bestätigt die schlimmsten Befürchtungen: Kunststaatssekretär Franz Morak hat in seinem ersten Amtsjahr einen Kürzungsrundumschlag vorgenommen, der nachhaltige Schäden hinterlassen wird.
Wie bereits von der IG Kultur Österreich im August 2000 nachgewiesen werden konnte, wurden die von Franz Morak angekündigten Kürzungen von 4,5 % deutlich übertroffen.
In einigen Bereichen kam es sogar zu drastischen Einsparungen (im Vergleich zu 1999). Folgende Kürzungen stechen besonders hervor: Film 24,2%, Freie Theater 25,8%, Netzkultur 33% und natürlich die Freien Radios mit 57,5%. Ganz allgemein mussten auch die in der Abteilung II/8 angesiedelten Kulturinitiativen spürbare Einschnitte hinnehmen (-10,54%).
Am haarsträubendsten ist sicherlich die Investitionsförderung von öS 2 Mio. an die Vorarlberger Gemeinde Schwarzenberg für den Umbau des Angelika Kaufmann Saales. Während Kulturvereine, die Investitionen beantragen, immer öfter eine Ablehnung erhalten (mit dem Hinweis: Investitionen werden nicht gefördert), macht das Kunststaatssekretariat mitunter eben ganz willkürliche Ausnahmen.
Das Erstaunliche dabei ist, dass Kunststaatssekretär Morak im Vorwort zum Kunstbericht 2000 am Beispiel Schwarzenberg betont, wie wichtig ihm strukturelle Grundlagen für das Kunstschaffen sind. Das darauf folgende Zahlenwerk der realen Förderpraxis belegt das genaue Gegenteil: Die Finanzierung von Jahrestätigkeiten wurden überdurchschnittlich zurückgenommen (Kürzung von 27,13%).
Kurz vor Weihnachten hat der Grüne Parlamentsklub eine umfassende Reihe parlamentarischer Anfragen zur Kürzungspolitik in der Kunstförderung eingebracht.
Siehe dazu einen Bericht auf: Der Standard-online, 23.12.2001.
Weitere Informationen zu den Kürzungen in der Bundeskunstförderung 2000:
Kommentar in: Der Standard, 11.12.2001.
Kunstbericht: Minus für Netzkultur, Kleinbühnen, ORF Kultur ON, 6.12.2001.
Filmschaffende kritisieren Budgetkürzungen, ORF Kultur ON, 8.12.2001.
Eine erste Analyse in: Der Standard, 27.11.2001.
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